Kurt Müller sen


Meine Großmutter war ja eine geborene Simon, und die stammten aus dem Oberbergischen, genau wie die Müllers.  Und zwar stammten beide aus der Nähe von Nümbrecht. Ich glaube, dass sie beide aus dem Dorf

Harscheid

 stammen  

[und ihre Vorfahren stammen auch aus

Hoff,

 L

indscheid

und anderen Dörfern der Umgebung]

. Jedenfalls waren wir früher noch öfter im Oberbergischen, in Harscheid, da lebte noch ein alter Onkel. Und meine Mutter war da auch öfter. Im Ersten Weltkrieg, als die schlechten Zeiten waren, hat meine Mutter da auch immer etwas gehamstert.  Also, das war ein sehr habgieriger Kerl, dieser alte Onkel. Ich weiß noch immer, dass zuhause furchtbar über den geschimpft wurde. Muss sehr habgierig und sehr hinterm Geld her gewesen sein. Aber, na ja,  die Oberbergischen sind ja überhaupt  ein sehr sparsames Geschlecht.

HerrschaftHomburgBerg.gif
Oberbergisches Land mit Harscheid, Lindscheid  und Hoff vor 1800


Kurt M. jun.


Aber die Müllers waren da keine Müller mehr, oder waren sie Müller von Beruf?


 

Kurt Müller sen.


Nein, die waren Bauern. Aber sie  waren, wie nennt man die Bauern, die so halb frei arbeiten und halb als Bauern...  Also, sie waren fast alle im Baugewerbe tätig, ob sie nun als Hilfsarbeiter im Bau oder als Maurer oder als Tiefbauarbeiter, meistens waren sie im Maurergewerbe tätig. Im Winter hatten sie ihre Bauernschaft, im Sommer gingen sie mit ihren Bau-Kolonnen, dann wurde die Bauernschaft durch die Frau weitergeführt. Das Wuppertal, Elberfeld, die ganze Ecke, das war ja ein nahes und ideales Gebiet für dieses Gewerbe, das war noch Bergisches Land...

HarscheidLindscheid.jpg

Kurt Müller

(senior)

UnterschriftGruen.jpg
geboren am 8. August 1904 in Elberfeld
gestorben am 23. Dezember 1982 in Gütersloh
Portraet2.jpg
Familiengeschichte Müller - Humphreys

Gespräch aus dem Jahr 1982

 
 

Die Vorfahren im Oberbergischen

 
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600 - 700
Die ersten Siedlungen im Oberbergischen Raum entstehen.
 
768 - 918
Es ist wahrscheinlich, dass Nümbrecht als Siedlung bereits existierte. (Nümbrecht bedeutet: abgemessener Bezirk für eine neue Siedlung)
 
900 - 1200
Die Siedlung Marienberghausen entsteht.
 
955
Vermutliches Baujahr der evangelischen Kirche in Nümbrecht.
 
1131
Erste urkundliche Erwähnung der Siedlung Nümbrecht.
 
01.12.1264
Mit der Übernahme der Grafschaft von Sayn durch Gottfried I. beginnt die Geschichte der Herrschaft Homburg.
 
1268 - 1276
Gottfried I. läßt die Burg Homburg als Residenz bauen.
 
1359
Der damalige Graf von Sayn heiratet die Tochter des letzten Grafen von Wittgenstein und erweitert seinen Namen zu "von Sayn Graf zu Wittgenstein".
 
1665
Die Kapelle von Marienberghausen wird zu einer Kirche ausgebaut, die in ihrer Form noch heute erhalten ist.
 
1743
Die homburgische Eigendynastie erlischt. Die Herrschaft fällt an das Haus Sayn-Wittgenstein-Berleburg.

1792
Christian Heinrich, Graf von Sayn-Wittgenstein-Berleburg wird in den Fürstenstand erhoben.
 
1806
Sein Sohn Friedrich-Albert verliert die Hoheitsrechte als Landesherr durch die Gründung des Rheinbundes. Nach 530 Jahren endet damit die homburgische Landesherrschaft.
 
1808
Die beiden Mairien Nümbrecht und Marienberghausen werden gegründet und dem napoleonischen Großherzogtum Berg angegliedert.
 
1813
Die Herrschaft der Franzosen ist beendet, und die Mairien - umbenannt in Bürgermeistereien - stehen unter preußischer Oberhoheit.
 
1845
Die Rheinische Gemeindeordnung wird erlassen. Damit kann sowohl in Nümbrecht wie auch in Marienberghausen der erste Gemeinderat gewählt werden kann.

Geschichte des Ortes und der Herrschaft Nümbrecht:

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Harscheid im Jahr 1831