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Ferdinands Passantrag von 1908, mit Daten u.a. zur Einwanderung und zur Person. Laut Antrag plante er, bald ins Ausland
zu reisen. Nach Europa?

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Ferdinand Simon in Barmen und Elberfeld

SignaturInv.trans.250
Famgesch
geboren am 17. März 1851 in Harscheid
gestorben am 4. Februar 1918 in Williamsport,

Ferdinand Simon

und seine Nachkommen

Amalie Simons Bruder

Auswanderung, erste Etappe: In die Stadt

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1882.Elberfeld.712

Elberfeld 1882

Oben: Taufeintrag von Ida Simon junior, geboren am 30.

f

September 1877, in Elberfeld. Taufpate war Wilhelm Simon, Ferdinands Bruder und Verfasser der "

Chronik

der Familie Simon", der, als Bahnbeamter, ebenfalls in Elberfeld lebte. Aus dem Taufeintrag geht auch hervor, dass die Familie inzwischen im Norden von Elberfeld, im Haus Hochstraße 24 (s.unten), wohnte, nahe bei der Friedhofskirche am Friedhof der reformierten Gemeinde (s.unten Mitte, Hochstraße im Hintergrund).

Unten: Inneres der Schlosskirche Nümbrecht
mit Kanzel und Altar

Um 1873 folgte Amalies 8 Jahre jüngerer Bruder

Ferdinand Simon, geboren

am 17. März 1851 in Harscheid als

6.Kind

von Kaspar Heinrich

Simon

und Elisabeth Dax, seiner Schwester in den bergischen Ballungsraum. Amalie wohnte zu diesem Zeitpunkt mit ihrem Mann

Heinrich Müller

und ihren damals bereits 5 Kindern vorübergehend nicht in Elberfeld, sondern in Barmen,und zwar in Unterbarmen nahe am Bahnhof in der Ritterstraße Nr. 4, und damit nicht nur nah an der Stadtgrenze zu Elberfeld, sondern sogar relativ nah an der Elberfelder Stadtmitte.

Harscheid.400

Links: Harscheid bei Nümbrecht im Oberbergischen Land

Oben: Taufeintrag im Kirchenbuch von Unterbarmen. Ferdinand und Ida Simons Sohn Ferdinand junior wurde am 22.

f

Februar

f

1875 in Unterbarmen geboren. Sein Onkel

Heinrich Müller

, der 8 Monate zuvor schon Trauzeuge der Eltern gewesen war, war auch Taufpate ihres Sohnes. Ferdinand und Ida Simon wohnten zu diesem Zeitpunkt noch in Unterbarmen, in derselben Straße wie Idas Eltern, aber nicht mehr bei der Familie Müller, sondern in einer eigenen Wohnung im Haus Nr. 30. Ein Jahr später

Elberfeld.Hochstr.24

Hochstr. 24

Elberfeld.Friedhofskirche.Hochstr.379

Auch Ferdinand war Maurer und ist als solcher in den Adressbüchern von Barmen (1877, s.oben) und Elberfeld (1882, s.unten) angegeben. Die Familie wohnte 1882 in Elberfeld in der Hardtstr.96 (s.unten links) am Südrand der Hardtanlage (Stadtpark und Botanischer Garten, s.u.rechts)

Um 1880 war Ferdinand Simon vermutlich Mitarbeiter  in der expandierenden Firma seines 13 Jahre älteren Schwagers Heinrich Müller. Bereits im Jahr des Adressbucheintrags, 1882, aber folgte der nächste, ungleich größere

Schritt

in eine noch weitere  Welt.

ElberfeldB.Hardtstr.300

Hardtstr. 96

Lage des Hauses

1860.Elberfeld.624

Ansicht von Elberfeld im Jahr 1860

Pate und Namens- patron­ war sein Onkel Ferdinand (1827 - 1868), der jüngste Bruder seines Vaters.

In der "

Chronik der Familie Simon

" wird die Welt der Familie Simon im oberbergischen Harscheid um 1860 - 1875 herum und das harte Leben der Bauern beschrieben, das den Hintergrund für die sehr starke Landflucht jener Zeit und für das rasante Wachstum der Industriestädte bildete. Der Verfasser, Wilhelm Simon, war damals noch ein Kind, aber

Amalie Simon

, seine 13

f

Jahre ältere Schwester, ließ diese Welt bereits hinter sich und zog nach Elberfeld. Hier, in der seinerzeit höchstindustrialisierten Stadt Deutschlands, die rapide wuchs und bald die Einwohnerzahl Kölns erreichen sollte, arbeitete (ab ca. 1863) ihr Verlobter aus Harscheid, ihr späterer Mann

Heinrich Müller

bereits als Maurer.

Dort zog auch Ferdinand ein, der zunächst für ein paar Jahre unter einem Dach wohnte mit der Familie Müller. In

f

derselben Straße wohnte auch die Familie Bergmann, und vermutlich kam es so zum ersten Kontakt zwischen Ferdinand und der drei Jahre jüngeren Ida Bergmann, geb. 21. Juni 1854, seiner späteren Frau. Ferdinand, 23,  und Ida, 20 und bereits schwanger, heirateten am 24. Juli 1874 in Unterbarmen (s.u.: Heiratseintrag im Kirchenbuch von Unterbarmen). Ferdinands 36jähriger  Schwager

Heinrich Müller

war ihr Trauzeuge.

KircheNuembrechtInnen.208
Nuembrecht.Schlosskirche.269e

Rechts: Taufkirche von Amalie und
Ferdinand Simon sowie Heinrich Müller
(die tausendjährige Schlosskirche der Herr- schaft Homburg vor der Mark in Nümbrecht,
tw. frühmittelalterlich, Turmrumpf romanisch)

Links: Ferdinands
Taufeintrag im Nümbrechter Kirchenbuch

Amalie selbst nahm zunächst eine Stelle als Dienstmagd an. Nach der Heirat am 9.4.1866 folgten ab 1867 Kinder (am Ende 10) in anfangs rascher Folge. Heinrich Müller erwarb dann (ab ca.1870) den Meisterbrief und gründete ein Bauunternehmen.

1877.Adrb.Barmen.Bergmann.385
1877.SimonFerd.Adr.Barmen.366
1877.Adrb.Barmen.Ritterstr.222

Einträge im Barmer Adressbuch von 1877

- Idas Vater war inzwischen verstorben - zogen die Simons und Idas Mutter in derselben Straße (Ritterstraße) in Unterbarmen vorübergehend unter ein Dach, in ein Haus (Nr.

f

22) ohne weitere Bewohner, also vermutlich ein Ein- oder Zweifamilienhaus (s.u.), das heute nicht mehr steht.

1882.AdrBElb.SimonFerd.278 Kopie
1840.UnterbarmenHauptkirche.480

Unterbarmer Hauptkirche von 1832 gegen Mitte des 19.Jahrhunderts. Hier heirateten
Ferdinand und Ida Simon,
hier wurde Ferdinand jun. getauft.

187502.SimonFerdJr.Geburt.Taufe.1100
1877.Taufe.Ida.531

No.

Getaufte            im Jahr 1851

Namen des Kindes

Namen des Vaters

Namen der Mutter

Wohnort

Tag der Geburt

Tag der Taufe

Taufzeugen

Wohnort

Ort der Taufe

den 17. März

den 6. April

Ferdinand Simon

Amalie Decker

Langenbach

60

Ferdinand

Caspar H. Simon

Harscheid

Elisabeth Dax

18510317 Geburt SimonFerdinand.662
18740724.SimonBergmann.Heirat.1100
©   Kurt Müller 2021