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Dklein.Famgesch

Emil Müller

 

Frieda Knapp

 
geboren am 10. September 1870  in Elberfeld
gestorben am 18. Februar 1932  in Elberfeld
sMuellerEmilKnappFriedaMin.H65
KnappFriedaUnterschrift1gruen
geboren am 19. März 1882 in Datzeroth
gestorben am 21. November 1968 in Bielefeld
UnterschriftMuellerEmilKlein
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Letzter Briefkopf

1931.AdrB.Gutachter2_Kopie

1929 - 1932
Emil Müllers letzte Jahre

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Oben: Adressbucheintrag der

Gutachtertätigkeit

1931

MaexchenPrinzenstr_Kopie

Unten: Emil Müller (r.) mit Geschäftsfreund. Es handelt sich wahrscheinlich um den Versicherungs-Bezirksdirektor Müller, nicht verwandt und nicht verschwägert, der großen

Einfluss

auf Emil und Frieda Müller ausübte, als es um weichenstellende Entscheidungen für die Zukunft ihres Sohnes Kurt ging.

Rechts:
Mäxchen,
der Hund
der Müllers

Rechts:
Emil Müller (r.) mit Bekannten aus der Kriegszeit

Emil Müllers letzte Jahre waren von beruflichem Erfolg als Gutachter und gleichzeitig einer sich dramatisch verschlechternden

Gesundheit

geprägt. Wegen seiner sehr guten, selten anfechtbaren Baugutachten, v.a. für Versicherungs-Streitfälle, war er als Gutachter sehr nachgefragt und erhielt hohe Honorare. Er war jedoch chronisch krank aufgrund einer durch Kriegseinwirkungen (sehr langes Stehen in mit eiskaltem Wasser gefüllten Schützengräben)

und litt an einer progressiven Nieren- und Herzinsuffizienz, die für den nicht krankenversicherten Emil Müller - ebenso wie für die lange Zeit unter schweren Krankheiten leidende Tochter

Fritzi

- immer mehr und teurere Behandlungen und Kuraufenthalte erforderlich machte. Seine Arbeitsfähigkeit verschlechterte sich immer mehr, Aufträge blieben immer länger unerledigt liegen. Verfügbares Vermögen war, auch aufgrund des unglücklichen

Hausverkaufs

kurz vor der Inflation, nicht mehr vorhanden. Als seine gesundheitliche Notsituation sich im Jahr 1930 zuspitzte, wandte die Familie - d.h. Frau und Schwiegersohn; der Sohn war in Amerika - sich ohne Emils Wissen wegen Auszahlung eines Teils des väterlichen Erbes an Emils ältesten Bruder Heinrich, genannt "

der Baas

", der sich kurz nach dem Tod des Vaters (1900) in einem perfiden Coup den größten Teil des Familienvermögens, also auch von Emils Erbe, angeeignet hatte und mit dem die gesamte Geschwisterschaft darüber seit Langem unter dem Stichwort "

Müller Erben

" im Rechtsstreit lag. Intern und ganz inoffiziell folgte er - der selbst kinderlos war - teilweise sogar der wahrheitsgemäßen Lesart, behielt sich aber vor, jegliche Wohltaten aus dem Vermögen nach seinem Gusto zu verteilen. In diesem Notfall zeigte er sich bereit, Geld zur Verfügung zu stellen, aber nur als offizielles Darlehen und nur gegen Zinsen. Die Familie reagierte empört und zerschnitt das Tischtuch zum Baas komplett.
 
Emil wurde nur 61 Jahre alt. Am 18. Februar 1932 erlag er seinem schweren Leiden.  Er starb mehr oder weniger verarmt und ohne Versorgung für seine Witwe, für die sich nun ihr Sohn verantwortlich fühlte. Sie hatte keinen Beruf erlernt, und Arbeiten kam damals für sie, auch aus Sicht der Familie, nicht in Frage, obwohl sie gerade erst 50 Jahre alt war. Einzige eigene Einnahmequelle wurde dann ab 1935 die Untervermietung eines Zimmers in der großen Wohnung, immer noch in der Prinzenstraße 34. Erster und einziger Untermieter wurde der Junggeselle und "Bankbeamte"

Paul Wasserloos

. Er war 6 Jahre jünger als sie und wurde 1942 ihr zweiter Ehemann.

s37.rep.mod.932