Herta Müller

Ja, dein  Vater war schwer krank, und Fritzi war auch viel krank.
 

Kurt M. jun.

Hat sie diese Krankheiten denn immer noch gehabt später?
 

Kurt Müller sen.

Nein, sie ist eigentlich, ach, das war ganz eigenartig. Sie war verlobt, mit dem Fritz Polstorff, und da wurde sie sehr, sehr krank. Und da hieß es, sie hätte 'ne Bauchtuberkulose. Und da ist sie operiert worden, oder  sollte operiert werden. Da ist der Bauch auch aufgeschnitten worden. Und dann hat man gesehen, was da hinter der Bauchdecke los war, und hat sie so wieder zugenäht, ohne was zu machen. Und da hatte der Professor dem Fritz Polstorff gesagt: "Da ist nichts zu wollen, das ist vorbei!"
 

Kurt M. jun.

Sie ist dem Tod geweiht?
 

Kurt Müller sen.


Todgeweiht. Und von dem Tag an ging' s besser, wo sie operiert worden war, wo sie nur reingeguckt hatten.

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Fritzi20er

Fritzi Müller um 1930

FritziPortr1916

Fritzi Müller um 1916

Kurt Müller sen.


Ja, ausgeheilt. Wenn sie die nicht geöffnet hätten,
dann wäre sie wahrscheinlich gestorben.


 

Kurt M. jun.


Und war das die Krankheit, deretwegen sie immer weg war?

Kurt M. jun.


Und es

war

eine Bauchtuberkulose?


 

Kurt Müller sen.


Ja, es war eine Bauchtuberkulose! Und da hat nachher der Professor gesagt: "Das ist eine typische Folge eines Operations-schocks!" Sowas gibt es. Es ging ihr  besser. Und sie hat dann eigentlich die ganzen Jahre, wo sie verheiratet war, ohne besondere Krankheiten gelebt. Gestorben ist sie dann ja am Tetanus, durch Verletzungen, die sie sich im Krieg geholt hat.


.

Kurt M. jun.


Und diese Bauchtuberkulose, die ist dann stetig zurückgegangen?

Kurt Müller sen.


Nein, sie hat ja mal 'ne Tuberkulose gehabt, 'ne Lungentuberkulose. Sie war Krankenschwester in Hösel, in dem Lungentuberkulosekrankenhaus, da hat sie sich infiziert. Und dann hatte sie noch alles Mögliche, sie ist schon recht viel, auch intern operiert worden, sie hatte die Lungentuberkulose gehabt, und sie hatte mal 'ne schwere Nierenbeckenentzündung und so was alles.  Sie ist viel krank gewesen.


 
Sie hatte es aber auch in der Schule verhältnismäßig schwer. Mit 16/17 Jahren in der Schule, da kam sie nicht mit, das wussten die Lehrer alle, weil sie da körperlich sehr schwach immer war.

Oben: Fritzi Müller während der Schwesternausbildung
in Hösel (links) um 1922

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Kurt Müller

(sr.)

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geboren am 8. August 1904 in Elberfeld
gestorben am 23. Dezember 1982 in Gütersloh
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Familiengeschichte Müller - Humphreys
Gespräch aus dem Jahr 1982
 
 
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Fritzi Müller: Gesundheit