Familiengeschichte   Müller - Humphreys

 
geboren  am  29. Juni 1846  in Isselhorst 61
gestorben am 29. Juni 1942  in Isselhorst 61
 
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©   Kurt Müller 2016

Johanna Marie Hornberg

HornbergJohannePortr1krs

Johanne Hornberg 1909

Rechts: Haus Isselhorst Nr.61, "In den  
Braken
",
wo Johanne Hornberg geboren wurde, lebte und starb
(Foto aus dem Jahr 1953)
BrakenhausSept1953M

Johanne Hornberg heiratete   

Wilhelm Heitmann

 am 24. Juni 1870 und hatte mit ihm 6 Kinder:

HornbergJohannPrtrt

Johanne Heitmann,
geb. Hornberg (um 1921)

Johanne Hornberg


 
geboren am 29. Juni 1846 in Isselhorst,  

Haus Nr. 61


gestorben am 29. Juni 1942 in Isselhorst,  

Haus Nr. 61


 
Johanne Hornberg hatte einen 6 Jahre jüngeren
Halbbruder,

Johann Heinrich Ottensmann

,
der der 2. Ehe ihrer Mutter entstammte.

Johanne

Catherine (Hanne, *23.1.1871 +17.3.1915),


Friedrich

Christian (Fritz, *29.8.1872 +24.1.1933),


Johanne

Marie

(Mariechen, *13.4.1874 +1948),


Johanne

Wilhelmine

(Minna, 2.2.1876 +22.5.1949),


Heinrich

Wilhelm (Heini, 5.5.1878 +14.11.1958) *


und Johanne

Caroline

(Line, *25.8.1880 +25.6.1958)
 
*

Heinrich Heitmann

ist Robin und Katya Müllers Urgroßvater
 
 
Viel älter, von 1891, sind die

Briefe ihres Halbbruders Heinrich Ottensmann

an sie und ihren Mann.
.

* Die Angaben über die Geschichte des Brakenhauses entstammen überwiegend dem folgenden Bericht:
Das Brakenhaus und seine Besitzer. Aus der Geschichte einer Erbpachtstätte, von Gisela Kerker und Renate Plöger, Gütersloh 2015 (noch unveröffentlicht; möglicherweise 2016 im "Isselhorster" erscheinend).
Siehe dazu auch unsere Seite über das Brakenhaus.

Kindheit und Jugend


 

in den Familien  

Ottensmann

  (Haus Nr.60), Hornberg und Kosfeld  (

Nr.61

)


Mehr über die

 

Beziehung

  

zwischen den Familien Heitmann und Ottensmann findet sich  

 

hier

!
 

Mittelpunkt ihres Lebens war für Johanne Heitmann geb. Hornberg das  

Brakenhaus

  (Isselhorst Nr.61).  Im Alter wurde sie die "Brakenmutter" genannt.

Als sie am 29.Juni 1846 auf diesem Anwesen geboren wurde, standen, wenn wir die Quellen* richtig interpretieren, dort 2 Wohngebäude, das heutige "Brakenhaus" (ursprünglich ein "

Kotten

", entsprechend der norddeutschen "Kate" und dem englischen "Cottage") sowie vermutlich ein größeres Haupthaus*. In welchem der beiden Häuser sie geboren wurde, wissen wir bisher nicht. Das Anwesen gehörte seit 1839 offiziell dem Bruder ihrer Mutter Hanna Wilhelmine Henriette, geb. Kosfeld, ihrem Onkel Friedrich Wilhelm Kosfeld, der aber schon vorher, möglicherweise schon seit seiner Heirat im Jahr 1833 das Anwesen bewirtschaftete. 10 Jahre vorher (1823) soll es von Kosfelds Schwiegervater Johann Friedrich Jostmann erworben worden sein, im selben Jahr (1823), in dem es zuvor aus seinem jahrhundertealten Status als Erbpachtstätte herausgekauft worden sein soll. Auch ein früheres Jahr für die beiden Transaktionen erscheint denkbar, weil einige Quellen Jostmann als bereits 1820 verstorben angeben. Jedenfalls gab es von beiden Transaktionen (Erbpachtablösung, Kauf durch Jostmann) niemals schriftliche Originaldokumente, weil beide nur mündlich vollzogen wurden; aktenkundig wurden sie erst durch die Aussagen von Zeugen im Jahr 1839.

Auf dem Grundstück Nr.61 soll um Johannes Geburtsjahr 1846 herum eine große Anzahl Menschen gewohnt haben, neben Johanne,  ihren Eltern, eventuell auch ihrem Großvater und noch weiteren Bewohnern (Mietern) insbesondere die Familie ihres Onkels, die verfolgt war vom Unglück, das immer wieder einen Namen trug: die Schwindsucht (Tuberkulose), der zunächst (1841) seine erste Frau, 33jährig, und ein Jahr vor Johannes Geburt auch seine zweite Frau, 31jährig, zum Opfer gefallen waren. Beide waren Töchter des verstorbenen Vorbesitzers Jostmann gewesen. In Johannes Geburtsjahr war F.W.Kosfeld alleinstehender Vater, hoch verschuldet, und verlor innerhalb von zehn Wochen um Johannes Geburt herum seinen zweijährigen Sohn aus 2.Ehe und seine 10jährige Tochter aus 1.Ehe. Über seine drei anderen bis dahin geborenen Kinder (vier folgten später in 3.Ehe) wissen wir, dass ein 13jähriger Sohn (er starb mit 23) und eine 7jährige Tochter (die später heiratete und Kinder hatte) am Leben waren, über den 1842 geborenen Henrich August wissen wir nichts. Auch diese schwierige Lage, in der F.W.Kosfeld sich befand, mag ein Grund dafür gewesen sein, dass seine Schwester, also Johannes Mutter, mit ihrem Mann und evtl. auch schon ihrem Schwiegervater zu ihm gezogen war. Ein Jahr nach der Geburt seiner Nichte Johanne Hornberg heiratete Kosfeld dann erneut und hatte weitere vier Kinder, von denen aber nur eines älter wurde als 21 Jahre. Er selbst überlebte nicht nur seine drei Frauen - die dritte starb 1861 40jährig einen Monat nach der Geburt ihres vierten Kindes, das ihr einen weiteren Monat später folgte -, sondern auch die meisten seiner Kinder und starb 1878 mit 70 Jahren, vermutlich ebenfalls in Isselhorst 61.

Als Johanne 3 Jahre alt war, starb auch Friedrich Hornberg, ihr Vater. Etwa ein Jahr später heiratete ihre Mutter, nun verwitwete Hornberg,  erneut, und zwar den Nachbarssohn (Haus Nr. 60), den Schneider Johann Friedrich Philipp Ottensmann, der um diese Zeit herum auch Johannes Geburtshaus Nr.61 von ihrem Onkel kaufte. Es beibt aber noch unklar, wo die neue drei- und bald vierköpfige Familie tatsächlich wohnte, ob an Ottensmanns alter Adresse Isselhorst 60 oder zusammen mit den Kosfelds auf dem neuerworbenen Anwesen Isselhorst 61, wo - seit wann, ist unbekannt - auch ihr Großvater Johann Henrich Hornberg lebte: er starb hier im Jahr 1862.
 
J.F.P.Ottensmann war der Sohn von Johann Henrich Gentrup und Anna Margaretha Ottensmann, die ihrerseits die jüngste Tochter von Johann Friedrich Brinkmann genannt Ottensmann und Anna Margaretha Elisabeth Ordelheide war. Die verschachtelte und weitverzweigte Geschichte der Ottensmann-Sippe sowie eine Fülle interessanter Informationen über die Geschichte Isselhorsts hat Reinhard Ottensmann auf   

www.familie-ottensmann.de

  bravourös dargestellt und entschlüsselt. Dieser Quelle haben wir den allergrößten Teil der Informationen über die Familie Ottensmann zu verdanken. Am 6.10.1852, also gut zweieinhalb Jahre nach dem Tod ihres ersten Mannes, brachte Johannes Mutter Hanna Wilhelmine Henriette Ottensmann (geb.Kosfeld, verwitw.Hornberg) Johanne Hornbergs sechs Jahre jüngeren   

Halbbruder Johann Heinrich Ottensmann

*   zur Welt, mit dem zusammen Johanne Hornberg größtenteils aufgewachsen sein dürfte.
 
Im Jahr 1865, als Johanne 19 Jahre alt war, starb auch ihre Mutter, ein halbes Jahr danach dann noch deren (zweite) Schwiegermutter Anna Margaretha Ottensmann. Kurz darauf (1866) verkaufte Johannes Stiefvater Johann Friedrich Philipp Ottensmann das Haus Nr.60 an Friedrich Niediek. Spätestens danach dürfte Johanne Hornberg - vielleicht zusammen mit ihrem Stiefvater und ihrem Bruder - wieder zurück in ihr Geburtshaus Nr.61 gezogen sein, sofern sie es denn jemals verlassen hatte.  Spätestens von ihrer Heirat (1870)  bis an ihr Lebensende wohnte sie dann auf dem Anwesen ihrer Geburt Isselhorst Nr.61, bis zu seinem Tod auch zusammen mit ihrem Mann  

Wilhelm Heitmann

,  der dort seine Nagelschmiede errichtete.

Zu ihrem 90. Geburtstag gibt es einen kleinen

Bildartikel aus der ”Westfälischen Zeitung”

, außerdem einen   

Brief ihres Sohnes Heinrich

,

 ein paar Tage danach geschrieben.

Fast genau ein Jahr älter ist der

Brief, von ihr selbst geschrieben

,  an ihn.

Die hier zusammengestellten Informationen überschneiden sich teilweise mit denen auf der Seite zum

Brakenhaus

. Aber

während hier die Personen und die familiären Zusammenhänge im Vordergrund der Betrachtung stehen, sind es dort das Anwesen und die Gebäude. Einen großen Teil der auf diesen beiden Seiten dargestellten Erkenntnisse verdanken wir einer bewundernswert kenntnisreichen Forschungsarbeit über die Geschichte dieses Anwesens, die von der

Ottensmann

-Nachkommin Gisela Kerker (verstorben 2015) und von

Renate Plöger

2015  verfasst wurde*.