©   Kurt Müller 2021
 
 

Das Brakenhaus

BrakenhausUm1960KSmS

Die hier zum Brakenhaus dargestellten Erkenntnisse verdanken wir zu großen Teilen einer bewundernswert kenntnisreichen Forschungsarbeit über die Geschichte dieses Anwesens, die von der

Ottensmann

-Nach- kommin Gisela Kerker (verstorben 2015) und von

Renate Plöger

2015 verfasst und 2016 publiziert wurde*. Der Bericht trägt viele uns bisher unbekannte, oft sogar regelrecht überraschende Informationen zusammen und setzt sie zueinander in Beziehung. Die Erkenntnisse dieses Berichts werden hier z.T. ergänzt durch Informationen aus familiärer Überlieferung und eigener Quellenrecherche (insbesondere Kirchenbuch).

Das Brakenhaus ist das Haus Isselhorst Nr.

f

61 (historische Nummerierung; heute: In den Braken 30, 33334 Gütersloh). Hier wurde

Johanne Hornberg

am 29. Juni 1846 geboren, hier wuchs sie auf, und hier starb sie auch, an ihrem 96.Geburtstag (29. Juni 1942).

Wilhelm Heitmann

, ihr Mann, betrieb hier seine Nagelschmiede. Hier wurde als zweitjüngstes Kind des Ehepaares

Heinrich Heitmann

geboren, der Urgroßvater von Robin und Katya Müller.

1929.Brakenhaus.Ostern1929.korr.kl.mod

Unten das Brakenhaus zu Ostern 1929: vorn der Kotten von Johanne Heitmann mit Nebengebäuden, rechts dahinter das Wohnhaus der Familie ihrer Tochter Marie Poggenklaß (Anfang des 20.Jahrhunderts erbaut, eventuell an derselben Stelle, an der vorher das später abgerissene Haupthaus gestanden hatte)

Johanne Hornbergs Vater Friedrich Hornberg und ihr Großvater Johann Henrich kamen aus dem - zum Kirchspiel Isselhorst gehörenden - Nachbardorf Hollen. Zumindest während ihrer letzten Jahre lebten und arbeiteten sie in den Braken als Heuerlinge, von Johannes Onkel, des Bruders ihrer Mutter Friedrich Wilhelm Kosfeld,  bzw. von Friedrich Ottensmann, ihrem Stiefvater.
 
Das Anwesen war Teil eines schon seit ca. 1500 zum Isselhorster Meierhof gehörenden Geländes. Wann dieser Teil erstmalig bebaut und bewohnt wurde, wissen wir nicht; am Ende des 18. Jahrhunderts jedenfalls bildete es eine kleine Erbpachtstätte von zunächst nur ca. einem dreiviertel Hektar, zu der um

Unten: Die Bezeichnung "Brakenhaus" stammt aus einer Zeit, zu der nur noch der Kotten (Mitte) mit seinen Nebengebäuden stand, hier aufgenommen um 1960 von Joachim Poggenklaß (*1948) mit einer "

Agfa Clack

". Im 19. Jahrhundert (und vor der Errichtung des Ziegelbaus "Isselhorst 211")  soll er nur ein Teil eines größeren Anwesens "Isselhorst 61" gewesen sein. Das Foto zeigt das übrig gebliebene Anwesen während einer Phase, die von geringer Nutzung und einem gewissen Verfall gekennzeichnet war. Dies änderte sich jedoch wieder, und zwar letztlich fundamental dank Ulrich Poggenklaß, der das Haus in seiner historischen Substanz und zugleich neuer Schönheit wiederauferstehen ließ (siehe Fotos auf der

nächsten

Seite).

 diese Zeit herum aber noch große Felder von ca. 1 Hektar am Haverkamp (damals: Haberkamp, Lageplan auf der

nächsten

Seite) hinzugepachtet wurden; wie üblich, musste ein jährlicher Pachtzins an den Meyer von Isselhorst (ein Mitglied der heute noch den Meierhof bewohnenden Familie Mumperow) gezahlt werden. Auf einer Flurkarte aus dem Jahr 1822 ist das Anwesen Nr. 61 - anders als das 1807 (erstmals?) erbaute Nachbarhaus Isselhorst Nr.

f

60 - noch nicht verzeichnet (ob die Bebauung evtl. erst lange nach der Verpachtung folgte, ist nicht bekannt).
 
Zur Geschichte des Anwesens und seiner Bewohner, insbesondere zur Verknüpfung mit Johanne Hornbergs Familiengeschichte, mehr auf den

folgenden

Seiten.

*  Das Brakenhaus und seine Besitzer.
 Aus der  Geschichte einer Erbpachtstätte,
 von Gisela Kerker

und

Renate Plöger

,
 Gütersloh 2016,

Der Isselhorster

;
März 2016; Ausgabe 137, Seite 20-25
(Hrsg.:

Heimatverein Isselhorst

)

Famgesch
 geboren  am  29. Juni 1846  in Isselhorst 61
gestorben am 29. Juni 1942  in Isselhorst 61
s3.HornbergJohanne.52

Johanne Hornberg

BildschirmPfeilweissinvert
menue_button_neu_40_30
Menu