Das Brakenhaus seit 1960

 

Das Brakenhaus nach 1942

Famgesch
 geboren  am  29. Juni 1846  in Isselhorst 61   
gestorben am 29. Juni 1942  in Isselhorst 61
s3.HornbergJohanne.52

Wilhelm Heitmann

Johanne Hornberg

geboren am 16. Januar 1845  in Hollen
gestorben am 19. Juli 1917  in Isselhorst
s3.Portrait.50
©   Kurt Müller 2022
 

Unten: Frontalaufnahme vom 10.März 1964 (Kurt Müller). Mitte des 20.­Jahrhunderts schien der Kotten eine Zeit lang mehr und mehr dem Verfall preisgegeben, vermutlich auch aufgrund der lange Zeit ungeklärten Eigentumsverhältnisse sowie möglicherweise der Belastung des neuen Eigentümers Ernst Poggenklaß durch seine Pflicht zur Abfindung seiner Geschwister. Das Gebäude wurde jedenfalls viele Jahre lang kaum noch bewohnt, sondern allenfalls (zeitweilig) für gewerbliche Zwecke genutzt, wie u.a. einen Plätt- und Bügelbetrieb.

BrakenAnwesenHeuteK
1953.Haberkamp.550

Besitzung Fritz Strüwer (Enkel)

Besitzung
Willi
Strüwer
(Enkel)

Besitzung Line Landwehr (Tochter

Liegenschaftskarte Haberkamp 1953

Unter den restlichen Erben 1955 aufgeteilter Grund

Die Besitzungen der Familie Strüwer entstammten

nicht

dem Heitmannschen Erbe.

1953.Jostkamp.550

Liegenschaftskarte Braken von 1953

Kotten

Haus 211

19550805 Grundbuchexz.826

Nach Wilhelm Heitmanns Tod im Jahr 1917 lebte seine Witwe Johanne noch 25 Jahre im Brakenhaus und starb ebendort an ihrem 96. Geburtstag, dem 29.Juni 1942, mitten im Krieg. Nach dem Krieg begann die Auseinandersetzung um ihr Erbe. Zwei ihrer Kinder waren bereits lange tot (Hanne 1915, Fritz 1933). Nachdem zwei weitere Töchter kurz nach dem Krieg gestorben (Mariechen 1948, Minna 1949), war von den beiden noch lebenden Kindern nur noch Heinrich (*1878) am Streit beteiligt, weil Line (*1880) schon frühzeitig abgefunden worden war. Es stritt sich nun also, mit teilweise sehr unterschiedlichen Interessen, fast nur noch die Enkelgeneration um das Erbe und damit eine immer größere Vielzahl von Nachkommen, von denen ein Teil sogar im Ausland lebte. Der Erbstreit nahm nun zeitweilig erbitterte Formen an.
 
Erst 1955, 13 Jahre nach Johannes Tod, kam es zu einer Einigung, als alle Parteien einem Vergleich zustimmten, der eine Art salomonische Lösung darstellte. Am Jostkamp (s.r.oben), also in den Braken, mit dem Stammsitz und dem umgebenden Gelände, wurde der Status quo bestätigt; hier wohnte schon seit Beginn des Jahrhunderts die Familie von Johannes Tochter Mariechen, verheiratete Poggenklas (heute: Poggenkla

ß

). Sie erhielt diesen Teil der Besitzung (s.u. Auszug aus dem betreffenden Gerichtsbescheid), der abgesehen von den beiden Häusern aus landwirtschaftlichem Grund bestand (allerdings wohnte inzwischen nur noch Enkel Ernst P. hier; seine Brüder und seine Schwester mussten von ihm noch abgefunden werden). Der andere Teil der Besitzung, am Haberkamp (s.r.), war Bauland und wurde unter den restlichen Nachkommen in relativ komplizierter Form aufgeteilt.

Rechts / unten: Das Brakenhaus-Anwesen 2006 (nach der wunderbaren Sanierung des Kottens durch Johanne und Wilhelm Heitmanns Urenkel Ulrich Poggenklaß)

DSC07678 rot.exz.klein.mod

Der Kotten 1960 von Osten

Rechts / unten:
Zwei Seitenansichten des Kottens,
die der damals 12jährige
Joachim Poggenklaß
mit seiner "Agfa Clack"
aufgenommen hat.

DSC07677.600

Der Kotten 1960 von Westen

DSC07504.2006Kotten.610

Erst ab den 1980er Jahren wurde das Haus dann von Ernst Poggenklaß' Sohn Ulrich mit viel Liebe, Einsatz und Fachkunde aus seinem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf erweckt und kann heute als Wohnhaus der Familie Poggenklaß wieder alle seine alten und dazu noch ein paar neue Qualitäten entfalten.

Links: Auszug aus dem Gerichtsbescheid, der 1955 die Neueintragungen im Grundbuch des Jostkamps protokollierte. Oben wird (a-d) die neue Erbengemeinschaft Poggenklas aufgeführt, darunter werden die Mitglieder der ehemaligen Erbengemein- schaft Heitmann aufgezählt
(a-m). Diese Liste hatte sich aber de faco bereits erheblich verlängert, weil inzwischen ja längst zwei weitere Erbinnen der ersten Generation, Mariechen und Minna, verstorben und jeweils durch mehrere Erbinnen und Erben der Enkelgeneration ersetzt waren.

1964.Brakenhaus.808
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