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Familie Hornberg aus Hollen

©   Kurt Müller 2021
 

Die Kirchenbuchauszüge auf dieser und den weiteren Seiten sind wiedergegeben mit großzügiger

Erlaubnis des Kirchenbuchportals "

Archion

".

1880_Hollen23.705

HOLLEN

Hornberg, Hollen 23

Isselhorst

Meyer zu Hollen, Hollen 1

Hornberg, Hollen 11

,Holler Mühle

Oben (Karte aus dem Jahr 1880):

Johanne Hornberg

s väterliche Familie stammte aus Hollen im Kirchspiel Isselhorst, und zwar zuletzt vom Anwesen Hollen Nr. 23, wo ihr Großvater Johann Henrich Hornberg bis in die 1850er Jahre Erbpächter war. Auch ihre Eltern lebten bis wenige Monate vor Johannes Geburt auf diesem Anwesen an der Ortsgrenze von Hollen zu Isselhorst in der Nähe der Holler Mühle, mit ihrem Vater als "Heuerling bey Hollen 23".
 
Ältere Vorfahren werden alle der Adresse Hollen Nr.1, also dem Meyerhof zugeordnet (s.u.). Ob dies rein formaler Natur war und sie ebenfalls bereits in dem später mit Nr.

f

23 bezeichneten Anwesen lebten, wissen wir nicht. In späteren Jahren wechselte das Anwesen - ob durch Einheirat oder Verkauf, ist unbekannt - den Eigentümernamen zu Feldkord und später zu Kramme. Die heutige Anschrift ist Bronzeweg 10, Gütersloh.

1837.HornbergJohHenr.ErbpH23.500
1852.HornbergHenrich.ErbpHollen23.Taufzeuge.OttHeinr.490
1844.HornbergFriedrich.Heuerling.H23.Taufzeuge.KoesfeldFW.Sohn.508

Links: Bei der Heirat von Johanne Hornbergs Eltern, Johann Friedrich Hornberg und Hanna Wilhelmine Henriette Kosfeld,  am 18. Juni 1837 (Ausschnitt aus dem Eintrag im Isselhorster Kirchenbuch) wird der Vater des Bräutigams, Johann Henrich Hornberg, als Erbpächter "zu Hollen b No 23" bezeichnet (der komplette Heiratseintrag ist auf der

nächsten Seite

abgebildet).

Auch 1845  lebte er offenbar noch als Heuerling­in Hollen Nr. 23 (beim Tod von Johannes älterer Schwester Marie Louise). 1846 dagegen, bei Johannes Taufe, wird er zwar weiter als Heuerling, jedoch mit  Adresse Isselhorst 61 genannt (unten).

1846.HornbergJohanne.Taufe.780

Die Herkunft des ältesten bekannten männlichen Vorfahren der Hornberg-Linie, die von Franz Henrich Hornberg, Johanne Hornbergs Urgroßvater, konnte noch nicht ermittelt werden. Alle verifizierten Einträge und Angaben deuten auf ein Geburtsdatum um 1744/45 hin: er wurde 1761 konfirmiert (wahrscheinliches Geburtsdatum dementsprechend eher sogar nach 1745), er heiratete im Juli 1767 im Alter von 22 Jahren (entspr. Geburt 1745) und starb im Mai 1798 im Alter von 54 Jahren (entspr.Geburt 1744). Im Isselhorster  Kirchenbuch findet sich 1744/45 jedoch keine Taufe eines Franz Henrich Hornberg (die nächsten Daten sind: 1741 und 1734).

Es bliebe dann noch herauszufinden, ob Franz Henrich Hornberg z.B. von dem alten Hornbergschen Hof Hollen Nr.11 stammte (siehe oben:  Auszug aus dem Buch "Beiträge zur Heimatkunde im Kirchspiel Isselhorst" von Otto Wiehage, 1973), aber nicht erbberechtigt war und mit einem Erbkotten abgefunden wurde. Wir wissen aber nicht, ob dies bereits das Anwesen Hollen 23 war, wo Franz Henrichs Sohn Johann Henrich später (1808) als Erbpächter erscheint.

Sein Vater dagegen, also Johann Henrich Hornberg, wird 1852, nach Friedrichs Tod,  immer noch als Erbpächter von Hollen 23 bezeichnet (als Zeuge einer Taufe, s.rechts), so wie schon seit seiner Heirat 1808 (s.rechts darunter). Erst wenige Jahre vor seinem Tod zieht er zur Witwe seines Sohnes und zur Enkelin nach Isselhorst 61 und fungiert dort auf dem Hof des 2.

f

Manns seiner Schwiegertochter (dieser war Erbpächter seit seiner Heirat 1851) als Heuerling, so wie vorher ihr 1.Ehemann und nun zusätzlich auch ihr Bruder, der ehemalige Erbpächter des Hofes, F.W.Kosfeld.

1808.Heirat.Hornberg-Heitmann.Personenangaben.Erbp

Bei Johann Henrich Hornbergs Taufe am 23.

f

Januar 1785 (oben) und bei der Heirat seiner Eltern im Jahr 1767 (unten) wird  noch Hollen

f

1 (der Meierhof) als Adresse der Familie genannt.

Wo liegt die Lösung? Es können Fehler vielerlei Art gemacht worden sein, oder Franz Henrich wurde - trotz Konfirmation in Isselhorst - in einem anderen Kirchspiel getauft. Ein Hinweis, wo Antworten zu suchen sein könnten, findet sich im Kirchen-bucheintrag der Heirat Hornberg-Hanhörster, wo Franz Henrich Hornberg nicht nur als "Musquetier (s.o.) bezeichnet wird, sondern auch als "Erbkötter". Diese Bezeichnung deutet ursprünglich auf einen aufgrund seiner Position in der Geschwisterreihenfolge minderberechtigten Hoferben, der  weder "Vollerbe" noch "Halberbe" war, sondern mit einem Kotten (dann meist auf dem Hofgelände) und evtl. einem Stück Land abgefunden wurde.

Rechts: 1844 wird auch Friedrich Hornberg noch mit Adresse "bey Nr. 23 in Hollen" erwähnt (als Zeuge bei einer Taufe)

Tag

der Heirat

Alter des Bräutigams

Alter der
Braut

Name des Orts

wo die Getrauten wohnen

Lfd.
Nr.
(a)

Lfd.
Nr.
Milit.

Lfd.
Nr.
(b)

Vor- und Zuname, Stand und Gewerbe des getrauten Paares

Hollen Nr. 1

10    3     9

Franz Henrich Hornberg, Erbkötter & Mousquetier Reg.
v.Mosel (

Reg.Nr.10

) Comp.Obrist v.Meyhers

2.Juli
(1767)

22 Jahr laut Kirchenbuch

21 1/4 Jahr laut Kirchenbuch

Heiratseintrag im Isselhorster Kirchenbuch von 1767

1767.HornbergFranz.Musketier.Reg10.90

Unten: Johann Henrichs Vater (Johannes Urgroßvater) Franz Henrich war bei seiner Heirat, 22jährig, offenbar Musketier im

Infanterieregiment Nr. 10

(Uniform s.rechts; wegen der Farbe der Westen und Hosen hieß es "das gelbe Regiment", siehe auch

hier

), zwischen 1759 und 1768 unter der Leitung des Generalmajors Friedrich Wilhelm

von der Mosel

, und dort in der Compagnie des Obristleutnant von Meyhers. Zwischen 1746 und 1796 Garnisonen (je ein Bataillon von ca.­700 Mann) in Bielefeld und Herford.

Hollen-Wiehage.Ur-Horenbergk.533
17850119 HornbergJohannHenrich Geburt.Komp.626

Tauf- und Geburtseintrag für Johann Henrich Hornberg (*19.1.1785).
Obere Zeile v.l.: Wohnort (Hollen Nr.1),

div.


                        

Nummern,

Namen der Eltern
Untere Zeile: Name des Kindes, Geburts-
                   datum, Taufdatum, Zeuge

Unten: Auszug aus dem Kichenbuch Isselhorst vom Januar 1785

1767.HornbergHanhoerster.Heirat.Komp.1075
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