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geboren am 16. Januar 1845  in Hollen
gestorben am 19. Juli 1917  in Isselhorst

Wilhelm Heitmann

©   Kurt Müller 2021
 
 

Der "Kolon"

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Oben und unten: Der Heitmannsche

Kotten

und die Brakenschmiede heute, wunderbar saniert und behutsam modernisiert von Wilhelm Heitmanns Urenkel Ulrich Poggenklaß und seiner Frau Kathrin

Nach seiner Heirat am 24. Juni 1870 erwarb Wilhelm Heitmann das

Haus Nr.61

in Isselhorst, das Geburtshaus seiner Frau. Das Haus, auch

Brakenhaus

genannt, war lange im Besitz ihres Onkels Friedrich Wilhelm Kosfeld gewesen, ging dann aber für etliche Jahre in den Besitz ihres Stiefvaters

Johann Friedrich Philipp Ottensmann

über. Wilhelm Heitmann kaufte das Anwesen von Ottensmann, der weiter dort wohnte, aber bereits 2 Jahre später starb. Wilhelm Heitmann wurde mit dem Kauf  "

Kolon

" (Erbpächter), ein Titel, mit dem er lebenslang in vielen offiziellen Schreiben angeredet wurde (s. unten, amtliches Schreiben von 1907) und der sich auch noch in seiner

Todesanzeige

findet. Allerdings befand die ursprüngliche feudalrechtliche Bedeutung dieses neuen Status sich bereits zum Zeitpunkt des Kaufes -  im Zuge der

Bauernbefreiung

, die sich in Preußen endgültig ab 1850 vollzog - in Auflösung. Das Brakenhaus soll sogar bereits im Jahr 1823 aus der Erbpacht grundsätzlich freigekauft worden sein. Endgültig von jeglicher derartiger Abgabenlast befreite Wilhelm Heitmann sich 1884 durch Zahlung einer letzten einmaligen Ablösesumme von 866,57 Mark an den Meierhof Mumperow (siehe Dokumente auf der

nächsten Seite

)

Das Anwesen Isselhorst 61, das Wilhelm Heitmann erwarb, bestand, wie Gisela Kerker und

Renate Plöger

in der Zeitschrift "Isselhorster" berichten, ursprünglich wahrscheinlich aus zwei Fachwerk- Wohngebäuden, nämlich einem Haupthaus, das zu einem unbekannten Zeitpunkt abgerissen und später durch einen Ziegel- Neubau (Isselhorst 211) ersetzt wurde, und dem Kotten (Heuerlingshaus), der heute noch steht (in neuem Glanz, siehe oben) und in dem er - jedenfalls nach dem Abriss des Haupthauses - mit seiner Familie wohnte. Zu dem Anwesen gehörte aber auch beträchtlicher Landbesitz, insgesamt etwas über zwei Hektar (siehe untenstehenden Grundbuchauszug) der auf zwei Gebiete verteilt war (Lage siehe

hier

). Das etwas größere Areal (1,05 Hektar) befand sich, an die Häuser angrenzend, auf dem Jostkamp, nahe der Dorfstraße, und das zweite (1 Hektar), vom ersteren räumlich getrennt, bestehend aus Ackerland und etwas Wald, auf dem "Haberkamp" (heute: Haverkamp). Die Familie betrieb daher auch Landwirtschaft, Haupteinnahmequelle aber war, und dies in immer größerem Maß, Wilhelm Heitmanns

 Nagelschmiede

.

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Wilhelm Heitmann

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