Nachdem die Kölner Wohnung von Lina Darm und Heinrich Heitmann durch Kriegseinwirkung unbewohnbar geworden war, zogen sie kurz vor Kriegsende nach Isselhorst in Westfalen, ins Heimatdorf von Heinrich Heitmann. Dort wohnten sie bis Mitte 1952 auf dem Bauernhof von Fritz Strüwer, eines Neffen von Heinrich Heitmann. Bis wir alle, meine Großeltern, meine Eltern und ich, im Frühsommer 1952 in unser neu gebautes gemeinsames Haus zogen, wohnten meine Großeltern dort in einem winzigen Fachwerkhäuschen von vielleicht 25 qm Grundfläche mit zwei noch winzigeren Zimmerchen; das eine war das Schlafzimmer, wo Heinrich Heitmann schlief, das andere Küche, Wohnzimmer und gleichzeitig das Schlafzimmer von Lina Darm, die auf ihre
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alten "Schäselong" schlief, ihrer Chaiselongue, die abends in ein Bett verwandelt wurde, indem die Liegefläche als ganze um 180° gewendet wurde.
In der Nachbarschaft lebte auch ihre Schwägerin Line Landwehr (geb.Heitmann) zusammen mit einem Teil ihrer Kinder und einer Schar Enkelinnen. Eine von ihnen, Margret Erichsen (geb. Jacke), erinnert sich noch heute gern daran, wie die damals ca. 10jährigen Mädchen in dieser allerersten Nachkriegszeit immer wieder ihre Tante Lina besuchten und mit ihr zusammen, und mit großem Vergnügen, in die dort, im stockprotestantischen Ostwestfalen gänzlich unbekannte, fremde Welt der Karnevalslieder eintauchten, die sie mit ihnen sang.
Etwas später, Anfang der 50er, als ich 2 bis 3 Jahre alt war, verbrachte ich auf diesem Bauernhof und in dem kleinen Häuschen viel Zeit bei meinen Großeltern, Dann beschäftigte sich meine Großmutter oft geduldig und liebevoll mit mir; gut erinnere ich mich an die Spaziergänge den an ihr damaliges Häuschen angrenzenden Lutterwald hinauf und hinunter, einen Waldstreifen, der sich an dem Flüsschen Lutter entlang schlängelt. Ich kann vielleicht 2 oder höchstens 3 Jahre alt gewesen sein und ließ mich immer noch sehr gern im "Sportwagen" (so wurden damals die offenen Kinderkarren genannt) schieben. Und so machte sie mit mir dann den "Vertrag", dass ich bis zum Ende des Waldes lief und sie mich anschließend dieselbe Strecke zurück im Sportwagen schob, zur Belohnung. An diese Spaziergänge habe ich schöne Erinnerungen.