Familiengeschichte Müller - Humphreys

 
geboren am 14.Januar 1848 in Waldlaubersheim
gestorben am 10. Januar 1925  in Elberfeld
 
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Elisabetha Lippert

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©   Kurt Müller 2015
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      Elisabetha Lippert
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Elisabetha Lippert um 1920
Ihre Tochter erzählte, dass sie
mit ihrer Zungenspitze mühelos
ihre Nase berühren konnte.

Elisabetha Lippert 1905 mit ihrem Enkel Kurt

Grete Wolf sagte, sie sei ein wunderbarer Mensch und eine feine Frau gewesen, doch in der Familie stand sie im Schatten ihres "populären" Mannes, ihre Tochter Frieda wollte nicht gern "auf sie kommen" (sondern auf den Vater). Aber sie zollte ihr Respekt bis zu einer gewissen Bewunderung für ihre Courage und Resolutheit. "Meine Mutter ging dem Teufel vors Loch!" sagte sie.

Vor was für "Löcher" welcher "Teufel" sie u.a. ging, illustriert eine schöne Anekdote, die die Verhältnisse in der Ehe und die Charaktere der Protagonisten vermittelt: Der Schulrat war zu einer Inspektion in der Schule, alle Anwesenden, d.h. die Schüler und besonders natürlich der Lehrer (Henrich Knap), wollten eine guten Eindruck machen. Da taucht plötzlich ein Schüler in der Klasse auf, weint und sagt er müsse sofort wieder nach Hause, die Mutter sei krank (oder so ähnlich), und er möchte dafür frei haben.
 
Henrich Knap zögert, zaudert, überlegt hin und her, ob es angebracht wäre und wie er eigentlich jetzt pflichtgemäß reagieren müsste. Da platzt plötzlich in die Stille ein Geräusch, die Tür öffnet sich, Elisabetha, die draußen vor der geschlossenen Klassentür alles mitgehört hat, steckt ihren Kopf um die Türecke und kommandiert laut und ohne Widerspruch von irgendeinem Anwesenden zu dulden, den Schulrat eingeschlossen, in die Klasse: "Der Jung geht heim!"
 
Über Servietten sagte sie: "Des brauch' mer nit, so Säu sin' mer nit!" Und ein weiteres Beispiel ihrer manchmal auch brachialen Entscheidungskraft ist die Methode, mit der sie an allzu lang werdenden Abend Besucher hinauskomplimentierte: "Lass uns ins Bett gehen, Heinrich, die Leut' wollen nach Haus gehen!"

geboren am 14. Januar 1848 in Waldlaubersheim (Rhein/Nahe
gestorben am 10. Januar 1925 in Elberfeld
 
Sie war die Tochter von Philipp Lippert und Rosina Poß; sie war verheiratet mit

Henrich Knap

aus Herne und hatte mit ihm zwei Kinder,

Heinrich Knapp

und

Frieda Maria Rosina Knapp

, die Urgroßmutter von Robin und Katya Müller.
 
Sie entstammte einer Winzerfamilie aus dem Kreis Kreuznach (Nahe/Rhein- Gebiet; siehe auch die

Heiratsurkunde ihrer Eltern

aus dem Jahr 1847)

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Unten:  Elisabetha Lippert 1870  mit ihrem Bräutigam

Henrich Knap

, der
aus Herne/Westfalen stammte und im Nachbardorf Eckenroth Lehrer war