Über den Beginn des Krieges sagt Kurt Müller: "1940 wurde ich dann schon eingezogen. Ich war da bei Ford noch nicht so tief drin, dass sie für mich einen  Rückstellungsantrag machen konnten. Und das war auch an sich ganz gut, wer weiß, wohin ich gekommen wäre, wenn das nicht so gewesen wär, dass ich von Anfang an in eine Luftwaffenbaukompanie kam, wo alle Jahrgänge 1903, 1904, 1905, bis 1910, so ungefähr, reinkamen, das waren die politisch nicht einwandfreien Jahrgänge, die wollte man zusammen haben, um sie besser überwachen zu können. Und das sagte uns unser Spieß, der alte Buss, das war ein netter feiner Kerl: 'Ihr wisst ja, äh, dass wer, äh, dass wer euch nicht trauen können!' Der machte sich darüber lustig."
 
Zu diesem Zeitpunkt ahnten jedoch auch Nazigegner noch nicht, welche nie dagewesenen Katastrophen dieser Krieg und die Schreckensherrschaft der Nazis noch bringen würden.

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Kurt Müller sen.

geboren am 8. August 1904 in Elberfeld
gestorben am 23. Dezember 1982 in Gütersloh
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Krieg in Frankreich 1940/41

 
 
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Familiengeschichte Müller - Humphreys

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KathedraleKrankenwagen_Kopie

"Einsatz" in Frankreich:

s48 Kopie 5
v.22.4.40
bis 9.5.40  Einsatz im Operationsgebiet Westen
 vom
10.5.40     Der Durchbruch zum Ärmelkanal
 bis
4.6.40       Die Schlacht in Flandern und im Artois
 
5.6.40 -
25.6.40      Schlacht in Frankreich
   Ab:
26.6.40      Einsatz im besetzten Gebiet; Unter-
  bis          stützung der Luftwaffe im Kampf
12.5.41      gegen England
 
Ab: 13.5.41
bis 14.6.41  Einsatz im Heimatkriegsgebiet
s45 Kopie 5
22.4.40  31.5.40  Lw. Baukomp.               590
623 / Vi
1.6.40    5.3.43   
 3.L.B.Batl. 6/IV(VI)
     183
 
In Frankreich war er also die meiste Zeit über im 3. Luftwaffen-Bau-Bataillon der 6.Armee und des IV. bzw. VI. Armekorps eingesetzt.

Einheiten, in denen Kurt Müller sen. zwischen 1940 und Juni 1941 "eingesetzt" war:

Dienstränge zwischen 1940 und 1941:

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Nr.15
1.5.41   Gefreiten,        Komp.-Bef. v.10.5.41
(vorher Untergefreiter?)
       Dienststelle         
Stammrollen-Nr.

 
 von            bis     (Truppenteil usw.)
     
 Ranglisten-Nr.
BTbruecke_Kopie

Im Gegenteil, auch wenn man heute aus vielen Quellen weiß, dass die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung 1939 keinen Krieg wollte, angesichts der scheinbar mühelosen Überwältigung Frankreichs wurde dieser Krieg immer mehr als gerechter Ausgleich für den im gesamten Volk mit Erbitterung erinnerten "Versailler Vertrag" betrachtet und wenig mit der Nazi-Partei und ihrer Ideologie in Verbindung gebracht, sondern allenfalls mit dem im Volksmund zum "Gröfaz" verballhornten "größten Feldherrn aller Zeiten", der niemals vorher und niemals danach so populär war wie nach dem Sieg über Frankreich.
 
Auch in Kurt Müllers Kompanie scheint, schaut man sich die Fotos aus diesen Tagen an, zeitweilig eine Heiterkeit und Lockerheit geherrscht zu haben, die uns Heutige, die wir das Bewusstsein der Folgen und der historischen Zusammenhänge nicht abschütteln können, irritiert und die auch im späteren Kriegsverlauf nicht mehr vorstellbar wäre. Die Zerstörungen, mit denen natürlich auch eine mit der Nachhut in die eroberten Gebiete einrückende, an Kämpfen kaum oder gar nicht beteiligte Luftwaffen-Baukompanie konfrontiert wurde und die, wie die Fotos zeigen, durchaus wahrgenommen wurde, verhinderten diese gute Stimmung offenbar nicht nachhaltig.

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