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    George Dickson (1)
DICKSON George F Hargreaves Mik2
 

George Frederick Dickson wurde in Manchester geboren, dem Herkunftsort seiner Mutter (und deren väterlicher Familie Willatt), die starb, als er, ihr einziges Kind, noch kein Jahr alt war. Hier in Manchester wuchs er vermutlich auch auf, hier hatte seine Großmutter

Sarah Willatt, geborene Benson

, 2 Jahrzehnte lang (1772 - 1793) als Nachfolgerin ihres schon mit 40 Jahren verstorbenen Mannes

John Willatt

und als eine frühe weibliche Unternehmerin das Postamt geführt, zusammen mit George Dicksons kinderloser Tante Martha, die möglicherweise nach dem Tod der Großmutter (1801) der heranwachsenden Halbwaise noch einen familiären Rahmen geboten haben könnte.
 
Auch Georges Vater William Dickson, der aus Warton, Lancashire kam, starb relativ früh, 1804 an der Pest in Gibraltar. Mit 17 war George Dickson, ohnehin Einzelkind, Voll-waise. Um so bemerkens-werter ist sein anschließender Erfolgsweg, der sein Leben lang eng mit Südamerika, insbeson-dere dem späteren Argentinien, verbunden war. Einer unbestätigten Quelle zufolge begannen sein Aufenthalt und seine Tätigkeit dort bereits 1809, mit 22 Jahren. Bei seiner Heirat im Jahr 1811 jedenfalls, mit der aus Pentonville, London, stammenden 20jährigen Jane Jones, wird er in einer Zeitungsnotiz bereits als Esquire "of Buenos Ayres" bezeichnet.

Es folgte nun ein ganzes Jahrzehnt mit offenbar großem geschäftlichen Erfolg, dessen Schauplatz Buenos Aires und das Gebiet des Rio de la Plata (das spätere Argentinien) waren. Schon seit 1810 war das Land - auf dem Hintergrund der napoleonischen Besetzung des Mutterlandes Spanien - auf dem Weg zur Unabhängigkeit, die 1816 erreicht wurde, eine stabile Situation jedoch ließ noch Jahrzehnte auf sich warten. 1812 wurden dann die vorher herrschenden Handelsbeschränkungen für ausländische Kaufleute ganz aufgehoben. Dem jungen Dickson als Unternehmer boten sich also große Chancen, zumal die britischen Kaufleute den Handel dominierten.
 
Tatsächlich gehörte "Jorge Federico Dickson", wie er hier bald genannt wurde. bereits 1813, 26jährig, zusammen mit seinen Partnern McNeile und Montgomery und einem weiteren Briten namens Brittain zu den größten Kaufleuten des Landes, die zusammen 30% des Im- und Exports bestritten (u.a. Schießpulver, Fleisch, Holz und Textilien) und auch schon frühzeitig als Bank fungierten.

Eine neue Weichenstellung fand 1821 statt. Im Mai hält   G.F.Dickson sich noch in Montevideo auf (Buenos Aires gegenüber, ebenfalls am Rio de la Plata gelegen), aber schon wenige Wochen später findet in London eine gerichtliche Auseinandersetzung statt, die - als Spätfolge eines schon 1817 begonnenen Finanzkonflikts - zur Auflösung der bisherigen Geschäfts-partnerschaften führt, wie das "European Magazine and London Review" berichtet. Der Fall scheint unter den Juristen jener Zeit sogar eine gewisse Prominenz erlangt zu haben, weil sehr umstritten war, ob die Auflösung der Partnerschaft tatsächlich damit wirksam geworden sei.

1821.NamenslistePlusPrt
1821.DissolutionPartnershipStKPrt

links: Beginn eines längeren Artikels, indem der Fall und das Urteil ausführlich diskutiert wird (und der nicht die einzige Besprechung des Falles darstellt)

Für G.F.Dickson begann damit ein neuer Lebensabschnitt, da er jetzt, zunächst zusammen mit dem verbliebenen Partner Montgomery, den Standort seiner Firma und v.a. seinen eigenen Lebensmittelpunkt zurück nach England, nämlich nach Liverpool / Everton verlegte. Südamerika aber - und hier besonders Rio de la Plata (später Argentinien) - blieb sein zentrales Betätigungsgebiet.

1811.MarriagePrtRef

5 Kinder G.F.Dicksons wurden in Buenos Aires geboren (aber 2 von ihnen starben schon als Kleinkinder und vollende-ten nicht das 1.Lebens-jahr). Ein Teil seiner insgesamt 8 Kinder (bzw. 6 überlebenden) behielt den Bezug zu Lateinamerika (im Guten und im Bösen: ein Sohn wurde mit 23 Jahren tragisches Opfer einer Schießerei auf den Straßen von Montevideo, Uruguay), ein anderer wurde Generalkonsul von Chile.

1821.DissolutionPartnershipEuropMag

Der komplette Disput ist mit Google Books zu finden in den

"Reports of cases argued and determined in the Court of King's bench"

.

 

George Dickson war das einzige Kind von

William Dickson

(II) und

Sarah Willatt

. Er  heiratete am 10. September 1811 in London

Jane Jones

und hatte mit ihr 8 Kinder. Ihr jüngstes Kind war

Arthur Benson Dickson

, der Ur-Ur-Großvater von Robin und Katya Müller.

Manchester
1787 - 1821
Buenos Aires

 
 
Baum21zzdd
Jane Jones
JonesJane4neu2
 
Sarah Willatt
 
William Dickson (II)
 
Arthur Benson
Dickson
DicksonArthurPortr1
 
Frederick Cartwright Dickson
 
Thomas Ashton Dickson
 
Jane Elizabeth Dickson
 
George William Dickson
 
Spencer Naylor Dickson
 
George Frederick
Dickson
DICKSON_George_F_Hargreaves_Mik2
 

George Frederick Dickson


 
geboren am 2. Mai 1787 in Manchester, England
gestorben am 14. Februar 1859 in London, England

G.F.Dickson von Abbots Reading
 
G.F.Dickson in Liverpool
 
G.F.Dickson der Botaniker
 
G.F.Dickson in London
 
Aus dem Buch  "Die Familie Anchorena" (die Rede ist von einem der Anchorena-Brüder):
Die Familie Anchorena gehörte zu den wichtigen Handelspartnern Dicksons, von denen er z.B. Holz bezog und an die er u.a. Luxusgüter lieferte.
1819.BankMcNeileDicksonCiaComp
1821.05.19.Montevideo.Exc
1813.monopolKL
Aus: Galmarini, H.R., Los negocios del poder. Reforma y crisis del estado 1776 - 1826
DICKSON_George_F_Hargreaves_MKSh

Im Liverpooler Stadtarchiv wird dieses Porträt G.F.Dicksons aufbewahrt, das ihn 1840 zeigt, im Alter von 53 Jahren (Bleistiftzeichnung des renommierten Malers und Zeichners

Thomas Hargreaves

). Wir bedanken uns für das Bild und für die Erlaubnis, es hier zu publizieren, beim

Liverpool Record Office

,

Liverpool Libraries

, mit besonderem Dank an Roger Hull.

LibraryText
 
DICKSON George F Hargreaves LPL-LogoKlein
 
1818.CountryHouseBuenosAiresM2S
1818.HermosaQuintaPrt2

Das bereits 1818 entstandene Aquarell des bekannten Malers E.E.Vidal, das das von G.F.Dickson bewohnte Landhaus, die "Quinta de Riglos", darstellt, vermittelt eine Ahnung des in kurzer Zeit vollzogenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufstiegs, der in seinen späteren Funktionen als argentinischer Konsul und schließlich (1853) sogar kurzzeitig als argentinischer Minister gipfelte ("la hermosa casa de recreo Quinta de Riglos, enfrente al Socorro y al terreno de Zuloaga, sobre las barrancas del Retiro, con vista al río").

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