Paulus Unbehend

Paulus Unbehend

männlich 1580 - 1672  (92 Jahre)


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  • Name Paulus Unbehend 
    Geburt 1580  Voelklingen(?) Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich 
    Reference Number Reference Number 
    _AMTID _AMTID 
    Religion Unknown 
    Tod 1672 
    Personen-Kennung I975  Muehum
    Zuletzt bearbeitet am 2 Feb 2026 

    Vater Nickel Henchen der Junge Unbehend,   geb. 11 Jan 1520, Voelklingen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. um 1584, Voelklingen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 63 Jahre) 
    Beziehung natural 
    Mutter Annen Fiesel,   geb. 1535, Voelklingen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 11 Mrz 1614, Völklingen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 79 Jahre) 
    Beziehung natural 
    Eheschließung vor 1560 
    Familien-Kennung F2531  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Baerbel Oster,   geb. um 1590, Walpershofen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Eheschließung um 1607  Voelklingen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Kinder 
     1. Eva Unbehend,   geb. 1610, Völklingen, Grafschaft Nassau-Saarbrücken Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 1664, Völklingen, Grafschaft Nassau-Saarbrücken Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 54 Jahre)  [Vater: natural]  [Mutter: natural]
    Familien-Kennung F1294  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 2 Feb 2026 

  • Notizen 
    • Eduard Pesé + schreibt zur Familiengeschichte UNBEHEND (und über eine a lternative Herkunftsdeutung für Paulus Unbehend):
      Aufschlußreich ist gleich die älteste Erwähnung der Familie. In den Jah resrechnungen der Köllertaler Burg Bucherbach aus dem Jahr 1511 - 12 fi ndet sich die Notiz: "vnbehennd vor stockvisch vnd platißen Ins huß 7 s chilling 4 Pfennig" Die nächste Erwähnung im Völklinger Jahrding von 15 24 führt noch weiter: "da meynen die Vnbehenden darum sy furlüt sint mi t den pfert nit zu frenen darum er die verd nit genießt als geratwol th ut'!
      Versuchen wir zu deuten. Die Unbehend hatten offenbar zu Anfang des 16. J ahrhunderts kaum eigenen Ackerbau, sondern Fuhrbetrieb und offenbar übe r weite Strecken. Gerathwohl, der Kornhändler, trieb auf seinen eigenen G ütern auch Kornbau, verweigerte aber die Fuhrfron, weil er ja in einer F reiheit saß. Unter dem Planwagen der Unbehend fanden sich viele Fässer m it Salzheringen, mit Flundern (Platysen) und mit Stockfisch, sehr wahrs cheinlich aber auch mit dem "lieben Salz".
      Schon 1524 werden Niklas und Henchen Unbehend genannt. Im Jahr der Türk enschatzung steht Unbehend (ohne Nennung seines Vornamens) immerhin an d er vierten Stelle mit drei Gulden. Wiewohl nun im Laufe des 16. Jahrhun derts die Erwähnungen der Unbehend nicht abreißen, beginnt die sicher b ezeugte Stammfolge erst mit dem Ehepaar UNBEHENDS Nickel und UNBEHENDS A nn, wobei noch etwas undeutlich bleibt, ob nun er oder sie eigentlich N achfahr der alten Fuhrleute war. Schon in der nächsten Generation sind d ie Unbehend wieder keine eigentlichen Unbehend, denn Unbehends MATTHEß, v on dem alle späteren Namensträger herkommen, ist nicht der Sohn, sonder n der TOCHTERMANN des genannten Paares - und dann wiederholt sich dies S piel im 17. Jahrhundert noch einmal, denn LORENZ UNBEHEND von Völklinge n war eigentlich ein Sohn des Schwalbacher Salzhans, auch Hans Selzer o der Hans Wahlschieder genannt, aber seine Frau war die Enkelin des vorg enannten Mattheß Unbehend und darum Urenkelin des Paares Unbehends Nick el und Unbehends Ann. Das nun mehrgenannte Paar dürfte wohl gegen 1550 - 6 0 geheiratet haben. Wenn auch der Name Unbehend etwa in der Mitte des 1 8. Jahrhunderts in Völklingen ausklingt, so sind doch Zweige der Famili e schon vor 1700 nach Naßweiler, nach Fechingen, nach Schwalbach und in d ie Gegend von Meisenheim gekommen, und der Name darf zu denen gerechnet w erden, die heute noch blühen. Nach: Beiträge zur Namens- und Familienge schichte von Völklingen von Karl Rug, Pfarrer i. R. SFK Band I, Heft12, 1 971, Seite 269 ff.