Familiengeschichte Müller - Humphreys

 
 geboren  am  29. Juni 1846  in Isselhorst 61
gestorben am 29. Juni 1942  in Isselhorst 61

Johanne Hornberg

 
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©   Kurt Müller 2016

Johanne Hornbergs Beziehung zur Familie Ottensmann (2)

Bildartikel aus der ”Westfälischen Zeitung" zum 90.Geburtstag

     

Brief ihres Sohnes Heinrich an sie

 

       

Brief, von ihr an ihn.

Zweite Ehe der Mutter Johanne Hornbergs und Geburt des

Halbbruders

Johann Heinrich Ottensmann:

Am 6.10.1852 brachte Johannes Mutter Hanna Wilhelmine Henriette Ottensmann (geb.Kosfeld, verwitw. Hornberg) Johanne Hornbergs sechs Jahre jüngeren

Halbbruder Johann Heinrich Ottensmann

* zur Welt, mit dem zusammen Johanne Hornberg sehr wahrscheinlich aufwuchs, entweder im Haus der Familie Ottensmann (Isselhorst 60) oder im Haus der Familie Kosfeld und später Heitmann, dem

Brakenhaus

(Isselhorst 61).
 
Johann Heinrich Ottensmann, Johannes Halbbruder, dagegen zog nach Dortmund, heiratete die aus Hessen stammende Catharina Marie Simon und hatte mit ihr 7 Kinder, von denen aber nur die jüngsten 4 das erste Lebensjahr überlebten. Tragischerweise starben dann auch beide Eheleute relativ früh mit nur jeweils 44 Jahren (1897 bzw. 1902).

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18910422aBriefHeinrich
18910422bBriefHeinrich
18910422cBriefHeinrich

dazu es ist noch immer naß und
kalt, es wird wohl einen schlech=
ten Frühjahr geben es wird alles
theuer man kann bald nicht mehr
so viel verdienen, wie man bezah
len muß, besonder wenn es geht
wie es jetzt hier geht, ich kann nicht
zu Hause bleiben und wenn man
will was gethan haben, muß man
theuer bezahlen, wollen aber hoffen,
daß es bald besser geht.

in die Quer. Die Sozialdemokraten
waren in Paris und wollten einen
allgemeinen Weltstreik, aber jetzt
kommen die katholischen Pfaffen
zuzwischen, aber wenn man sich
so richtig nachdenkt ist beides nichts!
Die Sozialdemokraten wollen Repu-=
blieck oder Revulution, die katho
lischen Pfaffen wollen der Papst
soll die Herrschaft haben daß ist
noch schlimmer, die wollen jetzt
grade die Gelegenheit benutzen daß
sie ans Ruder kommen, aber wir
haben Gott sei Dank noch die Re=
gierung auf unser Seite, und wenn
das auch nicht wäre, würde ich doch
kein Sozialdemokrat und auch kein
Anhänger vom Papst.

Pfingsten gedenken wir zu kommen, wenigstens einer aber bestimmtes
kann ich darüber noch nicht schreiben
denn wir können beide schlecht ab=
kommen, oder wenn von Euch jemand
kommen will oder die Lüdge Minna
oder Marigen mit Heinercken und
Liengen soll mich sehr Freuen.
Satt zu essen will ich wohl
für sorgen  Hier mit will ich
schließen,
es grüßt Euch
alle vielmals
 
Heinrich

Unten:
Briefe von Johann Heinrich Ottensmann aus Dortmund, geschrieben im Jahr 1891 an seine Schwester Johanne Heitmann und deren Mann in Isselhorst  (Transkriptionen von Gisela Kerker, ergänzt von Kurt Müller):


Die Bergleute wollten diesen
Frühling so recht anfangen und
streiken  aber die sind sich Uneins
geworden, die Sotzialdemokraten
hatten bald den Sieg errungen
an der Spietze Ludwig Schröder,
Schuster Ludger sein Sohn, aber
jetzt kommen ihn die Katolicken

Dortmund d. 1.12.91

  

Lieber Schwager u. Schwester!


Schicke  Euch die leeren Kübel
unser Butter ist bald alle wir
haben 4. Mann im Loche:
ich bin neulich bei Euch gewesen
bin auch wieder gut übergekom=
men, aber ich habe seitdem 14
Tage krank gefeiert ich spür=
tes bei Euch schon ich war immer
am frieren aber jetzt bin ich wieder
gesund auch sonst sind wir alle
gesund und munter. Schickt
uns  so bald Butter wie möglich.
Marie und Lingen die werden
wohl Weihnachten kommen
kommen es sind 3 Feiertage
daß macht uns viele Freude wenn
sie kommen.  Hier mit will ich
schließen.
Es grüßt Euch alle
vielmals
Heinrich

Dortmund d.22.April 91

 

Lieber Schwager u. Schwester!


Nach langem Warten muß ich Euch
doch ein par Zeilen schreiben. Euren
Brief haben wir richtig erhalten
und daraus gesehen, daß  Ihr noch
alle gesund seid, ich bin bis jetzt
auch noch gesund und munter.
Marie ist jetzt 14 Tage krank gewesen
hat sich aber wieder gebessert. Aber
es will noch gar nicht wieder so recht
gehen, die kleine Auguste war auch
krank ist aber jetzt wieder besser, die
macht uns jetzt was zu schaffen.
Sie ist jetzt zu gange, daß sie anfängt
zu laufen. Da fehlt uns ein Kinder=
mädchen bei, denn man kann sie keinen
Augenblick allein lassen, und wir
müssen ein bischen ackern bis jetzt
haben wir noch nichts gemacht
aber daß Wetter war auch nicht

OttensmannBriefzeile