Familiengeschichte Müller - Humphreys

 
 geboren  am  29. Juni 1846  in Isselhorst 61
gestorben am 29. Juni 1942  in Isselhorst 61

Johanne Hornberg

 
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©   Kurt Müller 2016

Johanne Hornbergs Beziehung zur Familie Ottensmann (1)

Tod des Vaters von Johanne Hornberg, erneute Heirat der Mutter und Geburt des

Halbbruders

Johann Heinrich Ottensmann:

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Im Jahr 1865, als Johanne 19 Jahre alt war, starb auch ihre Mutter, ein halbes Jahr danach deren Schwiegermutter Anna Margaretha Ottensmann. Kurz darauf (1866) verkaufte Johannes Stiefvater Johann Friedrich Philipp Ottensmann sein Stammhaus Nr.60 an Friedrich Niediek, der seinerseits verheiratet war mit einer geborenen Ottensmann, Maria Elisabeth (deren genaue Einordnung ins Geflecht der Ottensmann-Genealogie bisher nicht gelungen ist). Der Sohn aus dieser Beziehung, Heinrich Niediek (geb.1840, verheiratet mit Hanna Luisa Holtkamp) war es, mit dem zusammen Johannes Ehemann

Wilhelm Heitmann

die berühmte

Drill- oder Sämaschine

konstruierte (1898), die noch bis in die 1980er Jahre im Einsatz war. Heinrich Niedieks Sohn (siehe Fotos rechts) wiederum diente etwa von 1900 an zusammen mit Johanne Hornbergs Sohn

Heinrich Heitmann

als Soldat in Metz.
 
Spätestens nach dem Verkauf des Hauses Nr.60 an die Familie Niediek (später im Besitz der Familien Senkhorst und Werner Landwehr) dürfte Johanne Hornberg wieder zurück in ihr Geburtshaus gezogen sein, das zu diesem Zeitpunkt ihrem Stiefvater J.F.P.Ottensmann gehörte, aber wohl immer noch von ihrem Onkel Friedrich Wilhelm Kosfeld, seiner Familie und weiteren Personen bewohnt wurde. Wir wissen aber nicht, wie lange dies der Fall war, insbesondere ob auch noch nach dem Kauf des Hauses durch ihren (ab 1870) Ehemann Wilhelm Heitmann.

 
Aufnahme der verwaisten Nichten Ottensmann als Pflegekinder im eigenen Haushalt


 
Johann Heinrich Ottensmann, Johannes Halbbruder, dagegen zog nach Dortmund, heiratete die aus Hessen stammende Catharina Marie Simon und hatte mit ihr 7 Kinder, von denen aber nur die jüngsten 4 das erste Lebensjahr überlebten. Tragischerweise starben dann auch beide Eheleute relativ früh mit nur jeweils 44 Jahren (1897 bzw. 1902).

Anna (links, siehe Artikel ganz unten auf der Seite) und Auguste Ottensmann (rechts) Johanne Hornbergs Nichten (Töchter ihres Halbbruders

Johann Heinrich Ottensmann, Fotos von 1921). Auguste Ottensmann war Diakonisse in Ostdeutschland (Mutterhaus Salem-Lichtenrade) und zuletzt in Holzminden.

1926: Anna (links) und Lina Ottensmann (Mitte, verheir. Hövelmann, 6 Jahre vor ihrem frühen Tod) Johanne Hornbergs Nichten (Töchter ihres Halbbruders

Johann Heinrich Ottensmann). Auf Linas Arm ihre Tochter Hanna Hövelmann (rechts, geb.13.5.1924). Lina Ottensmann wird auch in

Wilhelm Heitmanns letztem Brief

erwähnt.

Rechts:
Dieser Artikel, wahrscheinlich
verfasst von

Renate Plöger

,
stammt aus der Zeitschrift
"Lebendiges Isselhorst",
dem Vorläufer
des "Isselhorster",
und wurde im September 1977 veröffentlicht.

Oben / unten: Heinrich Niedieks Sohn
als Soldat in Metz

Als Johanne Hornberg gerade 3 Jahre alt war, starb ihr Vater Friedrich Hornberg. Ihr Großvater Johann Henrich Hornberg, der wie sein Sohn in Hollen geboren war, lebte noch bis 1862 im

Brakenhaus

Isselhorst 61. Johannes Mutter Hanna Wilhelmine Henriette, geb. Kosfeld, verwitw.Hornberg, hingegen heiratete bald nach dem Tod ihres ersten Mannes den Nachbarssohn (Isselhorst Haus Nr. 60) Johann Friedrich Philipp Ottensmann, den Sohn von Johann Henrich Gentrup und Anna Margaretha Ottensmann, die ihrerseits die jüngste Tochter von Johann Friedrich Brinkmann genannt Ottensmann und Anna Margaretha Elisabeth Ordelheide war. Die verschachtelte und weitverzweigte Geschichte der Ottensmann-Sippe sowie eine Fülle interessanter Informationen über die Geschichte Isselhorsts hat Reinhard Ottensmann auf

www.familie- ottensmann.de

bravourös dargestellt und entschlüsselt. Der Familienname Ottensmann lässt sich mit den vorhandenen Quellen nicht auf einen Stamm-Vater zurückführen, sondern lediglich auf eine diesen Familiennamen tragende Erbpächter-Stätte beim Isselhorster Meyerhof (18.Jahrhundert). Der Name Ottensmann wurde mehrfach matrilinear weitergegeben. Später wechselte die Familie nach Isselhorst Nr.39, bevor 1807 das Haus Isselhorst Nr.60 erbaut wurde durch Johann Henrich Baumann "jetzo Ottensmann" und seine Frau Anna Maria Elisabeth Ottensmann, der nach ihrem Tod ihre schon genannte jüngste Schwester Anna Margaretha nachfolgte, die wiederum nach dem Tod des von ihrer Schwester "übernommenen" Ehemannes (geb.Baumann) den schon erwähnten Gentrup heiratete, der ebenfalls den Familiennamen Ottensmann annahm und der 2.Schwiegervater von Johanne Hornbergs frühverwitweter Mutter wurde (und 58jährig im selben Jahr verstarb wie Johannes Vater Friedrich Hornberg, nämlich im Jahr 1850). Schon am 6.10.1852, also gut zweieinhalb Jahre nach dem Tod ihres ersten Mannes, brachte Johannes Mutter Hanna Wilhelmine Henriette Ottensmann (geb.Kosfeld, verwitw. Hornberg) Johanne Hornbergs sechs Jahre jüngeren

Halbbruder Johann Heinrich Ottensmann

* zur Welt, mit dem zusammen Johanne Hornberg dann sehr wahrscheinlich aufwuchs.

Die 4 Waisenkinder mussten jetzt eine Heimat finden; sie wurden von ihrer (Halb-)Tante Johanne Hornberg im

Brakenhaus

aufgenommen, deren eigene Kinder inzwischen alle erwachsen waren und Platz machten für ihre 12, 10 und 8 Jahre alten "Halb-Kusinen" Auguste (1890-1980), Anna (1894-1983), und Lina (Caroline Henriette Luise) Ottensmann (1892-1932), die Heinrich Hövelmann (1891-1966) aus Holtkamp heiratete und mit ihm 2 Kinder hatte, Heinrich (*1920) und Hanna (*1924, verheir. Höcker), die beide ihrerseits wiederum 2 Kinder hatten. Sie alle blieben auch in Isselhorst, während Luise, das jüngste Pflegekind, später (Zeitpunkt unbekannt) wieder ins Ruhrgebiet, wo sie zur Welt gekommen war, zurückgegangen oder zurückgebracht worden zu sein scheint.


 
Die Schwestern Ottensmann, die z.T. später offiziell als "Dienstmädchen" im Haushalt von Wilhelm Heitmann und seiner Frau Johanne geführt wurden (siehe Umschlagadresse unten), waren also Verwandte der Familie Heitmann, nämlich ("Halb-")Nichten von Johanne Hornberg.

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Oben: Lina Ottensmann und ihr
Bräutigam Heinrich Hövelmann

Briefe ihres Halbbruders Heinrich Ottensmann an sie und ihren Mann

     

Brief ihres Sohnes Heinrich an sie

 

   

Brief von ihr an ihn